Die Stadt Arbon nimmt beim «Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün» teil. Spiel ohne Grenzen! ist Teil des Interreg-Projektes "Zukunftsgrün | Biodiversität, Klimaschutz und Klimawandelanpassung gemeinsam denken!". Insgesamt beteiligen sich 14 Städte und Gemeinden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz rund um den Bodensee am Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün. Die Vision des Teilprojekts lautet: Mehr nachhaltiges Zukunftsgrün für die Gesundheit und das Wohlbefinden, für die Anpassung an den Klimawandel und für die Sicherung der Biodiversität.
Das Spiel besteht darin, dass die teilnehmenden Gemeinden im spielerischen Wettbewerb gegeneinander antreten. Ziel ist es, in den Themenbereichen Soziales, Klimawandelanpassung und Biodiversität Punkte zu erhalten. Das Spiel dauert vom April 2024 bis Oktober 2026.
Teilnehmende Gemeinden holen sich auf den Exkursionen und Workshops Anregungen und Feedback für eigene Strategien und vernetzen sich mit anderen Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis.
Das «Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün» wird geleitet von der Forschungsgruppe Stadtökologie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie der pulswerk GmbH, dem Beratungsunternehmen des Österreichischen Ökologie-Instituts.
Weitere Info:
Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün: https://zukunftsgruenspiel.info/spielwiese
Es ist bald soweit: Wir senden unsere Rasenmäher gemeinsam in die Ferien!
Um die Naturvielfalt zu fördern, werden im Mai 2025 in mehreren Regionen in Vorarlberg, Deutschland und der Schweiz die Rasenflächen nicht gemäht. So entstehen wertvolle Lebensräume, die sonst durch regelmässiges Mähen verloren gehen. Blühende Wiesen stärken die Artenvielfalt und bereichern die Natur. Es profitieren Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, kleine Säugetiere wie der Igel und auch Vögel.
Warum ist ein klasicher Rasen ...?
Die Challenge „Ferien für den Rasenmäher“ findet im Rahmen der grenzübergreifenden Interreg Projekte „GE_NOW“ und „Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün“ statt, welche zum Ziel haben, auf kreative und spielerische Weise den Biodiversitätsverlust und Klimawandel anzupacken. Preise werden nur unter den Teilnehmenden der GE_NOW-Regionen vergeben.
Die Rasenmäher Challenge fand vom 01. Mai 2025 bis 31. Mai 2025 statt. In Arbon haben 10 Personen und Betriebe teilgenommen. Über alle Zukunftsgrün-Gemeinden hinaus, gab es rund 120 Teilnehmende.
Wir danken allen Teilnehmenden für Ihren Einsatz für die Biodiversität.
Warum ist ein klassischer Rasen nicht umweltfreundlich?
Ein klassischer Rasen besteht oft aus einer oder wenigen Grasarten, was zu einem eintönigen Lebensraum für wildlebende Tiere und Pflanzen führt. Obwohl ein Rasen auf den ersten Blick grün und lebendig erscheint, ist er in Wirklichkeit eine grüne Wüste. Er bietet nur begrenzte Nahrungsquellen für Insekten und andere Tiere. Die meisten Rasenarten sind nicht heimisch und haben wenig ökologischen Nutzen. Sie bieten keine Vielfalt an Pflanzenarten, die Nektar, Pollen oder Lebensraum für Insekten bereitstellen. Ohne diese Vielfalt leiden Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und Käfer.
Um den Rasen grün und üppig zu halten, werden oft Düngemittel verwendet. Diese enthalten Stickstoff, Phosphor und Kalium. Übermässig eingesetzte Düngemittel können die Umwelt belasten, insbesondere, wenn sie in Gewässer gelangen. Zusätzlich verschlingt die Herstellung von Kunstdünger viel Energie und Ressourcen. Um Unkraut zu bekämpfen und Schädlinge fernzuhalten, werden manchmal Pestizide und Herbizide eingesetzt. Diese Chemikalien können weitreichende Auswirkungen haben. Pestizide töten nicht nur unerwünschte Insekten, sondern auch nützliche Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge. Herbizide können die Artenvielfalt verringern und den Boden schädigen.
Eine naturnahe Gestaltung mit Blumenwiesen, Sträuchern und heimischen Pflanzen ist ökologisch vorteilhafter, da sie Biodiversität fördert und weniger Ressourcen verbraucht.
Weitere Informationen
Projekt Zukunftsgrün-Spiel ohne Grenzen
Merkblatt BAFU – Wiesen und Rasen
Fledermäuse stellen in der Schweiz mit 30 nachgewiesenen Arten mehr als ein Drittel aller einheimischen wild lebenden Säugetierarten und sind somit von grosser Relevanz für die einheimische Biodiversität. Die Tiere leben im Verborgenen, sind nur bei Dunkelheit, nachts oder in der Dämmerung unterwegs, man hört sie meist nicht und sieht sie kaum.
Die nachtaktiven Tiere sind alle mehr oder weniger stark gefährdet. Alle einheimischen Fledermausarten sind gemäss dem Natur- und Heimatschutzgesetz geschützt. Sie sind zahlreichen Gefährdungen wie Sanierungen und Umnutzung von Gebäuden, nächtliche Beleuchtung oder Insektenschwund ausgesetzt.
Fledermausquartiere
Die verschiedenen Fledermausarten bevorzugen unterschiedliche Quartiertypen. Im Sommer besiedeln die Weibchen mit ihren Jungtieren sogenannte Wochenstuben für die Dauer von einigen Wochen. Männchen leben oft einzeln. Im Winter werden Winterquartiere aufgesucht.
Die meisten einheimischen Fledermausarten suchen sich ihre Verstecke an Gebäuden oder in Baumhöhlen, für den Winterschlaf auch in Felshöhlen. Jahresverlauf werden die Quartiere auch mehrfach gewechselt. Der Erhalt der bestehenden Quartiere hat hohe Priorität, denn Fledermäuse wählen ihre Unterschlüpfe sorgfältig aus. Fledermäuse nagen keine Löcher und tragen kein Nistmaterial ein. Sie beschädigen die Isolation nicht.
Sanierungsarbeiten von Gebäuden bedrohen diese Arten. Zur Förderung von Fledermausquartieren können spezielle Fledermauskästen an der Hausfassade aufgehängt werden.
Neben den Quartieren nutzen Fledermäuse verschiedene Jagdlebensräume. Dafür benötigen sie Flugkorridore (nachtdunkle Strukturen), um vom Quartier in den Jagdlebensraum zu gelangen.
In Arbon gibt es 17 nachgewiesene Fledermausquartiere. Beobachtet wurden unter anderem die Rauhautfledermaus, Alpenfledermaus und Zwerg-/Mückenfledermaus.
Fledermäuse leben in meinem Haus – was tun?
Fledermäuse sind bedroht und bundesrechtlich geschützt. Sowohl die Vertreibung und die Tötung der Tiere als auch die Zerstörung der Verstecke ist verboten. Sie sollten möglichst in Ruhe gelassen werden.
Fledermäuse besiedeln Dachstöcke, Spalten an Fassaden und im Zwischendach. Sie stellen weder für das Haus noch für Sie eine Bedrohung dar. Die Tiere bringen weder Nistmaterial in ihr Haus, noch nagen sie z.B. Isolationsmaterial an. Als Insektenfresser fressen sie gerne die lästigen Stechmücken weg.
Bei Fledermausbelangen wie zum Beispiel das Finden einer Fledermaus, Quartiermeldungen oder bei Fragen bezüglich Fledermausquartieren können Sie den Fledermausschutz Thurgau kontaktieren.
Was kann ich in meinem Garten tun?
Fledermäuse ernähren sich von Insekten. Indem der Lebensraum für Insekten gefördert wird, können Fledermäuse gefördert werden:
Was kann ich an meinem Haus tun?
Bestehende Fledermauslebensräume sollten erhalten bleiben:
Wie Sie einer geschwächten Fledermaus helfen können, finden Sie hier.
Weitere Informationen
Koordinationsstelle Fledermausschutz TG
Stiftung Fledermausschutz
Mit Tieren unter einem Dach: Worauf ist zu achten
Bei einem Greengym handelt es sich um eine gemeinschaftliche Grün- und Parkpflege mit sportlicher Aktivität. Unter Anleitung geschulter Trainer:innen pflegen Gruppen öffentliche Grünflächen, z.B. Stauden pflanzen, Hecken und Sträucher schneiden und vieles mehr. Das Angebot startet und endet mit sanften Fitness-, Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen.
Der erste Greengym-Anlass in Arbon fand am 14. Juni 2025 in Zusammenarbeit mit dem Natur- und Vogelschutz Verein "Meise" und der FitBox statt. Gemeinsam haben 14 Teilnehmende die Hecke beim Skatepark gepflegt und gleichzeitig etwas für die Fitness gemacht.
Die Hecke wurde 2022 vom NVS "Meise" anlässlich der Aktion von BirdLife "100 Naturjuwelen" initiiert und wird weiterhin vom Verein gepflegt.
Dachbegrünungen sind ein Gewinn für Mensch und Natur. Die Vegetation hält bis zu 90% der Niederschläge auf dem Dach zurück und entlastet somit die Kanalisation. Das Gründach speichert das Regenwasser und gibt einen Teil durch Verdunstung wieder an die Umwelt ab. Auch kühlt und reinigt sie die Luft. Sie schützen die Dachabdichtungen besser vor UV-Strahlungen wie Kiesschüttungen. Gleichzeitig bieten die ungestörten Gründächer attraktive Standorte für Käfer- und Wildbienenarten. Vögel finden auf Gründächern Nahrung und Nistmaterial. Arrangierte Dachlandschaften mit unterschiedlichen Substratschüttungen, Kies, Totholz und Dachbiotopen bilden die Basis für eine naturnahe Vegetation.
Eine Dachbegrünung unterstützt die Biodiversität in Siedlungsräumen. Gerade dort haben zusammenhängende Grünflächen einen besonders hohen Stellenwert. Oft werden sie durch Baukörper zerschnitten. Eine Dachbegrünung ermöglicht die räumliche Verbindung zwischen solchen Grünräumen. Auch eine Dachbegrünung mit einer PV-Anlage ist gut umsetzbar.
Analyse
Der Gründachindex beschreibt die Gründach-Quadratmeter pro Person. In der Stadt Arbon sind rund 124'500 m2 der Dachfläche begrünt. Dies entspricht einem Gründachindex von ca. 8m2/Person. Bei einer manuellen Analyse wurden Flachdächer mithilfe eines Luftbildes (2022) ausgewertet. Dabei wurde die Qualität der Begrünung nicht analysiert.
Die Stadt Arbon fördert Dachbegrünungen finanziell
Die Stadt Arbon unterstützt mit ihrem Förderprogramm [pdf, 501 KB] Energie- und Umweltfonds Massnahmen zur Verbesserung der Biodiversität. Im Förderprogramm sind unter Massnahme 18 und 19 die Bedingungen für die Dach- und Fassadenbegrünung beschrieben.
Weitere Informationen
Leitfaden Dachbegrünung der Stadt St. Gallen
Der Siedlungsraum bietet einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Naturnahe Grünflächen oder Strukturelemente wie Totholzhaufen können eine überraschend grosse Artenvielfalt beherbergen. Dies bewirkt einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität. Zusätzlich können dadurch viele Tier- und Pflanzenarten direkt vor der eigenen Haustüre beobachtet werden.
Wollten Sie schon immer mal wissen, welcher Wasservogel sich auf dem See tummelt, welche Pflanze am Strassenrand blüht oder welches Insekt gerade herumschwirrt?
Auf der Plattform Observation.org und den dazugehörigen Appskönnen Beobachtungen hochgeladen werden. Diese können durch die automatische Bilderkennung identifiziert oder selbst bestimmt werden. Beobachtungsmeldungen aus der Bevölkerung zeigen das Vorkommen und die Verbreitung von Arten auf. Durch diese Biodiversitätsdaten entsteht ein besseres Bild der Artenvielfalt im Siedlungsgebiet. Jede Beobachtung hat einen Mehrwert, die Plattform ist nicht ausschliesslich für seltene Arten gedacht.
Observation.org ist eine globale Biodiversitätsplattform für Citizen Science und Monitoring, die 2004 gegründet wurde.
So geht’s:
Den Stand der Beobachtungen in Arbon können im Bioblitz Arbon abgerufen werden.
(Projekte > Bioblitze > Kategorie > Bioblitze Zukunftsgrün > Arbon Zukunftsgrün).

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