Diverse invasive Neophyten – also gebietsfremde Pflanzen – bedrohen und verdrängen die einheimische Flora und gefährden die Artenvielfalt. Sie schädigen Infrastrukturen, gefährden die Gesundheit von Mensch und Tier und verursachen letztlich hohe Kosten. Mit steigenden Temperaturen beginnt nun wieder die Zeit ihres schnellen Wachstums und ihrer Ausbreitung. Um ihre Vermehrung einzudämmen, braucht es gemeinsame Anstrengungen – auch auf Privatgrund.
Zwar ist die Bekämpfung invasiver Arten auf öffentlichem Grund Aufgabe der öffentlichen Hand. Auf privaten Grundstücken jedoch sind die Eigentümerinnen und Eigentümer selbst gefordert: Sie sind angehalten, ihre Gärten und Flächen regelmässig auf Problempflanzen zu prüfen und diese fachgerecht zu entfernen.
Ausgerissene Pflanzen sollen nicht auf dem Kompost oder im Grüngut landen, von wo aus sie sich weiterverbreiten können. Deshalb steht in Arbon wieder der sogenannte Neophytensack zur Verfügung. Der transparente 60-Liter-Sack zur Entsorgung aller fortpflanzungsfähigen Pflanzenteile kann kostenlos beim städtischen Bereich Umwelt und Energie im 3. Obergeschoss des Stadthauses (Hauptstrasse 12) bezogen werden. Die gut verschlossenen gefüllten Säcke können beim RAZ Hefenhofen oder beim Werkhof Arbon (Dienstag- und Donnerstagvormittag, Mittwochnachmittag) abgegeben werden. Bei der Hauptsammelstelle ist die Rückgabe nicht möglich.
Die Aktion ist eine gemeinsame Initiative der Fachstelle Biosicherheit des Amts für Umwelt Thurgau, des Abfallverbands KVA Thurgau und des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB). Unter www.neophytensack.ch finden sich weitere Informationen sowie praktische Hinweise zum Umgang mit konkreten Pflanzenarten.