Nach dem Jahreswechsel waren rund um den über 700 Jahre alten Arboner Schlossturm mehrfach Bruchstücke von Steinen und Ziegeln gefunden worden, die sich aus dem historischen Mauerwerk und vom Dach gelöst hatten. So wurde Ende Januar ein Bereich rund um den Turm aus Sicherheitsgründen provisorisch abgesperrt. In der Folge wurde in Rücksprache mit Fachpersonen die Umsetzung längerfristiger Sicherheitsmassnahmen geprüft. Beigezogen wurden der dipl. Bildhauer- und Steinmetzmeister sowie Natursteinexperte Felix Hotz aus Weinfelden sowie Feliciano Gervasi vom Arboner Architekturbüro Morgenegg Gervasi AG, der bereits frühere Renovationsarbeiten beim Schloss Arbon begleitet hatte, etwa die Sanierung der Schlossmauer.
Die Ende Januar provisorisch erstellte Absperrung wurde in der Zwischenzeit durch eine festere Rundholzkonstruktion ersetzt. In Absprache mit den erwähnten Fachpersonen wurde zudem entschieden, die Absperrung um den Turm durch ein Gerüst mit Fangnetz am Vordach als mittelfristige Sicherheitsmassnahme zu ergänzen. Die Umsetzung dieser Massnahme wird in diesen Tagen abgeschlossen. Um die Gefahr langfristig zu bannen, sind fachgerechte und substanzerhaltende Sanierungsmassnahmen notwendig.
Aufgrund der Absperrung ist der Turm gegenwärtig vom Schlosshof her nicht zugänglich, und der historische Pfad kann nicht in voller Länge begangen werden. Allerdings ist der Weg über die nordwestliche Treppe von der Schlossgasse her bis zum Turm offen, und die Infotafel zum historischen Fussweg zugänglich.