Nachdem der Stadtrat im November 2024 beschlossen hatte, die ehemalige Saurer-Kantine unter Schutz zu stellen, wurden gegen diesen Entscheid Rechtsmittel ergriffen. Damit begann ein Rechtsverfahren zur Klärung der Unterschutzstellung. Auf Initiative der Stadt Arbon erklärten sich die Verfahrensbeteiligten – die kantonale Denkmalpflege, der Thurgauer Heimatschutz, die Grundeigentümerschaft sowie die Stadt Arbon – bereit, einer aussergerichtlichen Lösung eine Chance zu geben.
In den vergangenen Monaten haben die Verfahrensbeteiligten gemeinsam die Rahmenbedingungen für dieses Verfahren erarbeitet. In Absprache mit allen Beteiligten ersuchte die Stadt den Kanton, das Rechtsverfahren zu sistieren, vorerst bis Ende 2026. Parallel dazu wurde ein Verfahren definiert und angestossen, mit dem mögliche raumplanerische Lösungen für den Standort erarbeitet werden sollen.
Zu diesem Zweck werden mehrere unabhängige Planungsbüros beauftragt, Optionen für die Entwicklung des Areals aufzuzeigen. Ziel ist es, Varianten zu entwickeln, welche den besonderen räumlichen, städtebaulichen und denkmalpflegerischen Anforderungen dieses sensiblen Standorts gerecht werden. Die Verfahrensbeteiligten haben den Prozess gemeinsam ausgestaltet und eine externe Projektleitung mit dessen Durchführung beauftragt. Die Erkenntnisse sollen in die Arbeiten am Richtplan Seeufer einfliessen und damit zu einer abgestimmten Entwicklung des gesamten Seeuferbereichs beitragen.
Mit dem gewählten Vorgehen schaffen alle Verfahrensbeteiligten die Grundlage, um unterschiedliche Interessen gemeinsam zu betrachten und mögliche Entwicklungsperspektiven für diesen bedeutenden Ort sorgfältig auszuloten. Ziel ist es, eine tragfähige raumplanerische Lösung zu erarbeiten, die den vielfältigen Anforderungen an den Standort langfristig gerecht wird.
René Walther, Stadtpräsident
rene.walther@arbon.ch
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