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Stadt Arbon

Industrie behauptet sich

Die AFG Arbonia-Forster-Gruppe mit über 1800 Mitarbeitenden als grösstes Unternehmen hält sich mit ihren auf die Bauwirtschaft ausgerichteten Qualitätsprodukten erstaunlich gut. Die Saurer Gruppe AG, obwohl ein weltweit tätiger Konzern mit über 8000 Beschäftigten, stellt in Arbon - wie am Anfang ihrer Entwicklung vor bald 150 Jahren - «nur noch» Stickmaschinen her und kämpft wieder einmal mit den Tücken in der seit hundert Jahren empfindlichen Textilmaschinenbranche.

Die Zwirnmaschinenfabrik Hamel im Besitz von Saurer sowie NAW (Lastwagenmontagewerk von Mercedes Benz), Iveco AG (Motorenforschung von Iveco im Fiatkonzern) und Bruderer AG (Stanzmaschinenfabrik), aber auch mittlere Unternehmen wie die Gerberei Max Gimmel AG, die Mosterei Möhl AG, die ehemalige Saurer Thermotechnik AG, die Otto Keller AG und andere behaupten sich im scharfen Konkurrenzkampf dank hervorragender Produkte und beweglicher Geschäftsführung.Und mit dem EKT ist wenigstens ein kantonaler Verwaltungszweig mit zahlreichen Arbeitsplätzen in Arbon zu Hause. Das einheimische Baugewerbe hat Sorgen. In Arbon wird zurzeit wenig gebaut. Viele Wohnungen stehen leer. Der Detailhandel hat sich mehr und mehr in die Grossverteiler an der Bahnhof und St. Gallerstrasse verlagert, ebenso die beiden Banken und die Versicherungsagenturen. Die kleineren Gewerbebetriebe kämpfen mit den gleichen Problemen wie die grossen. Vor allem die Altstadt hat Strukturprobleme. Es gibt dort mehrere leer stehende Läden. Auf der anderen Seite haben viele Hausbesitzer ihre Liegenschaften behutsam und stilvoll restauriert. Die Bürgergemeinde und neuerdings der Aktienbauverein wirken dabei beispielhaft. Schliesslich: Über den eigenen Kirchturm geschaut kann man bei Bioforce AG in Roggwil, bei Hartchrom AG, Hügli Nährmittel AG und AMP in Steinach sowie bei Sais und der Plombenfabrik Horn von leistungsfähigen, im In- und Ausland erfolgreichen Unternehmen in der Region Arbon sprechen.

Drehen wir das Rad der Zeit rund hundert Jahre zurück. Von 1050 Einwohnern 1860 steigt die Bevölkerungszahl auf 9600 um das fast Zehnfache im Jahre 1910. Arbon ist mit Abstand die grösste Stadt im Kanton. Diese Zahlen widerspiegeln aufs Eindrücklichste das unglaublich explosive Wirtschaftswachstum innert knapp zwei Generationen. Die entsprechend stürmische Bautätigkeit im Fabrik-, Wohnungs-, Strassen- und Tiefbau prägt das Stadtbild bis auf den heutigen Tag.Als fast zufällige Begleiterscheinung buddeln die Arboner ihre fünfeinhalbtausendjährige spannende Geschichte buchstäblich aus dem Boden. Diese Funde sind es, die die Idee eines ortshistorischen Museums reifen lassen, das dann 1912 nach dem Naturmuseum Frauenfeld als erstes und heute noch grösstes privates Museum im Kanton Tatsache wird.

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9320 Arbon
Telefon 071 447 61 61

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