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Stadt Arbon

Gemeindeammänner

Wie leben die Arboner um die Jahrhundertwende? Seit 1898 wird Arbon - übrigens bis 1957 - von sozialdemokratischen Gemeindeammännern und mehrheitlich sozialistischen Behörden regiert. Die Gemeindebüros befinden sich im kleinen roten Anbau neben dem alten Rathaus. Der bürgerliche «Oberthurgauer» und seit 1912 die «Thugauer Arbeiterzeitung» sind die Plattform für mitunter scharfe politische Auseinandersetzungen.

Rückblickend muss anerkennend gesagt werden, dass die Stadtväter im «Roten Arbon» ihre Sache gut gemacht haben (Karl Günther, 30 Jahre bis 1928, Dr. August Roth bis 1940, Franz Hayoz bis 1957). Ihre politischen Gegner, meist engagierte Unternehmer aus dem bürgerlichen Lager, vertreten ihre Standpunkte als erfolgreiche und konstruktive Opposition.Eines von vielen beeindruckenden Beispielen der Grosszügigkeit und des Optimismus der Arboner Stimmbürger und ihrer Behörden ist die Tatsache, dass mit dem 1911 gebauten Sekundarschulhaus Rebenstrasse als letztem der innert knapp 40 Jahren erstellten Schulhäuser genügend Schulraum bis in die 60er-Jahre vorhanden ist. Und im Gegensatz zu neueren Schulbauten ist ihre Bausubstanz intakt, und sie gelten als wertvolle Denkmäler des Jugendstils.Mit 4600 Personen beträgt der Ausländeranteil fast die Hälfte der Bevölkerung, nebst Lugano landesweit der grösste Prozentsatz. Die eine Hälfte sind Deutsche (Unternehmer, Kader und Facharbeiter in der Industrie), die andere Italiener Mädchen in den Stickereifabriken, Baumeister und ihre Mitarbeiter). Ein eigentliches Ausländerproblem gibt es nicht. Warum? Es ist Hochkonjunktur, in allen Branchen sind Fachleute gesucht. Sie stammen aus demselben Kulturkreis wie wir.

STICHWORTE

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Stadt Arbon

Hauptstrasse 12
9320 Arbon
Telefon 071 447 61 61

Öffnungszeiten Stadthaus

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8:30 bis 12:00 Uhr
Nachmittags Montag bis Mittwoch
14:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag bis 18:00 Uhr
Freitag bis 16:00 Uhr