
1. Grundmauern des südlichen Eckturms des Römerkastells ARBOR FELIX, erbaut um 280, von den Römern verlassen um 420.
2. Galluskapelle. Erbaut zum Gedenken an den irischen Glaubensboten Gallus, verstorben in Arbon im Jahr 640. Dort wo er im Arboner Forst seine Klausel errichtete, entstanden später Kloster und Stadt St. Gallen.
3. Katholische Kirche St. Martin. Standort innerhalb des Römerkastells geht vermutlich auf eine ursprünglich heidnische Kultstätte der Römer zurück. Diente nach der Reformation von 1532 bis 1924 als „paritätische“ Kirche beiden Konfessionen.
4. Rotes Haus. Spätbarockes Wohnhaus erbaut 1730 von der Leinwandhändler-Familie von Furtenbach aus Leutkirch (D). Später Besitz der Familie Mayr (1756 - 1835) und Stoffel (1835 – 1902) und seit 1903 der Katholischen Kirchgemeinde.
5. Schloss. Standort innerhalb des Römerkastells, teilweise aufgebaut auf dessen Grundmauern. Bischöflich-Konstanzischer Herrschaftssitz seit Arbon um das Jahr 700 zum Grundbesitz des Bistums kam. Bauherr des Schlosses in der heutigen Form ist 1515 - 1518 Bischof Hugo von Hohenlandenberg, der mächtige Turm aus dem 13. Jh. Seit 1945 im Besitz der Stadt Arbon. Seit 1973 Arbons Kulturzentrum und Ortsgeschichtliches Museum.
6. Kappeli. Ehemalige St. Johannes-Kapelle. Erbaut 1390, nach Osten erweitert mit Türmchen um 1494. Hatte in Notzeiten die Funktion der Kirche St. Martin zu übernahmen die ausserhalb der Stadtmauer stand. Profaniert 1777.
7. Amtshaus. Besteht aus zwei ehemaligen Leinwand-Handelshäusern, erbaut 1714 und 1732 von Jacob von Furtenbach aus Leutkirch (D). 1920 - 1986 Verwaltungsgebäude der AG Adolph Saurer. Seit 1986 Besitz der Bürgergemeinde Arbon.
8. Ochsen. Erbaut 1718 auf einem Vorgängerbau des Ochsenwirts Jacob Zureich. Datierung am Bau weist auf eine Renovierung 1754 hin. Nach Zureich folgten bis 1836 weitere 4 Ochsenwirt-Generationen. Wirtschaft bis 1929. Damals wichtigster Gasthof in Arbon. Restauriert 1998 vom Aktienbauverein zu seinem 100-Jahr- Jubiläum.
9. Bohlenständerhaus. Erbaut 1471. Bespiel eine im Mittelalter üblichen Bauweise. Restauriert 1987 mit neuem Turmanbau nach altem Vorbild.
10. Storchen. Erbaut 1628. Bereits 1830 beim Verkauf von Oberamtmann Stoffel an Metzgermeister Gimmel eine Wirtschaft. 1875 verkauft an Franz Saurer und Söhne. Restauriert 1997.
11. Turmhaus. (Badgasse 2) Wohn und Wirtschaftsturm, also früheres Handelshaus, erbaut um 1320. In der Schweiz sehr selten. Seit 1979 Besitz der Bürgergemeinde Ar-bon. Restaurierung und neuer Anbau 1982. Ältester nachgewiesener Wohnbau.
12. Rollenturm. Wachturm in der Stadtmauer. Anbau des Wohnhauses im 18.Jh. Restaurierung 1979 von der Bürgergemeinde. Der vorgelagerte, ehemals bewässerte Stadt-graben wurde 1869 aufgefüllt.
13. Römerhof. Eckturm erbaut im 13.Jh. Zusammen mit Haus „zur Freiheit“ 1567 neu aufgebaut. 1784 Neubau in der heutigen Form. 1736-1833 evangelisches Schulhaus. Seit 1904 Wirtschaft „zum Römerhof“. 1912-1965 im Obergeschoss Ortsgeschichtliches Museum. 1920 Kauf durch die Bürgergemeinde Arbon. Restaurationen 1965 und 1997/98.
14. Haus zur Torwache. Erbaut anfangs 14.Jh. Angelehnt an die Stadtmauer, Konsole beim seitlichen Treppenhausdach ist letzter Zeuge des ehemaligen Wehrganges an der Stadtmauer.
15. Stadthaus. Ehemaliges Leinwand-Handelshaus erbaut um 1730 von Michael von Eberz aus Memmingen (D). 1827 - 1905 Textilfabrik. 1940 Kauf durch die Stadt Arbon und Ausbau zum Sitz der Stadtverwaltung. Restaurierung von 1996 - 1999
16. Rathaus. Eckturm der Stadtmauer, ehemaliger Freisitz. Unterbau aus dem 13.Jh. Oberbau erneuert 1791. Seit 1407 Besitz der Stadt. Ab Mitte 18. Jh. bis 1941 Sitz der Stadtverwaltung, seither Sitz des Bezirksgerichtes. 1994 Brandfall mit anschliessendem Wiederaufbau.
17. Untertorgasse. Mittelalterliche Häuserreihe auf der Stadtmauer. Auf der Gassenseite Fresken, alte Arboner Berufe darstellend.
18. Posthof. Erbaut 1905/06. Grossstädtische Quartierbaute aus der Zeit des industriellen Aufschwungs der Stickerei- und Maschinenindustrie. Restauriert 1996/97.