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Stadt Arbon

Stadtrundgang

1. Römischer Wachtturm des römischen Kastells „Arbor Felix“, erbaut um 280. Gegen 420 verlassen die Römer die Alpennordseite.

2. Galluskapelle. 12./13.Jh. Zu Ehren des irischen Glaubensboten Gallus, verstorben in Arbon um 640. Seine Klause im Steinachtal ist die Keimzelle des 719 gegründeten Klosters St. Gallen.

3. Katholische Kirche St.Martin. 1786-89. Der Standort innerhalb des Römerkastells erinnert an die vermutlich früheste christliche Gemeinde am Bodensee. Chor 15.Jh. Turm 1895 erhöht.

4. Rotes Haus. 1750. Leinwand-Handelshaus der Familie von Furtenbach aus Leutkirch. Später in Besitz der Familien Mayr und Stoffel, seit 1903 der kath. Kirchgemeinde.

5. Schloss. 1515-18. Standort innerhalb des römischen Kastells, teilweise auf dessen Grundmauern. Um 700 wird Arbon Eigentum der Bischöfe von Konstanz. Seither Sitz der Obervögte bis 1798. Bauherr der heutigen Anlage ist Bischof Hugo von Hohenlandenberg. Turmbau um 1250. Seit 1945 Eigen-tum der Stadt Arbon. Regionales Kultur- und Bildungszentrum, Historisches Museum, Landenberg-saal, Schlosswirtschaft, Schlossstube.

6. Kappeli. 1390. Ehemalige St.Johanneskapelle, ostwärts erweitert 1494. Einzige Kirche innerhalb der Stadtmauer, profaniert 1777.

7. Amtshaus. Zwei frühere Leinwand-Handelshäuser der Familie von Furtenbach. („Schwalbe“ 1714, „Straussfeder“ 1732). Nach 1920 Verwaltungssitz der AG Adolph Saurer, seit 1986 Amtshaus..

8. Ochsen. 1718 Bauherr Jakob Zureich. Umfassende Renovierung 1754. Nach Zureich vier Genera-tionen der Bürgerfamilie Sauter. Im 18./19.Jh. erstes Haus am Platz, Wirtschaft bis 1929. Restauriert 1998.

9. Bohlenständerhaus. 1471. Beispiel der im Mittelalter üblichen Bauweise einfacher Leute. Restauriert 1987 mit neuem Turm nach alten Ansichten.

10. Storchen. 1628. Wirtschaft im 19.Jh. erwähnt.1875 Verkauf an Franz Saurer. Restauriert 1979.

11. Turmhaus. 1320 (Badgasse 2) Wehrhaftes Wohn- und Geschäftshaus. In der Schweiz sehr selten. 1982 restauriert und mit neuem Anbau ergänzt. Ältestes Wohnhaus der Stadt.

12. Rollenturm. Wachtturm 13.Jh. Anbau des Wohnhauses im 18.Jh. Restauriert 1979. Der vorgela-gerte, bewässerte Stadtgraben wird 1869 mit dem Aushubmaterial des Bahneinschnitts aufgefüllt.

13. Schädlerfabrik. Erbaut auf dem Gelände des aufgefüllten Stadtgrabens zwischen 1910 und 1931. Metallpresswerk der Bürgerfamilie Schädler. Der eigenwillige Turm dient als Fabrikkamin. Restauriert Ende 20.Jh.

14. Römerhof. Baujahr 1784. Wachtturm 13.Jh. 1736 bis 1833 evangelisches Schulhaus. Seit 1904 Gastwirtschaft. 1912 bis 1965 Historisches Museum im Obergeschoss.

15. Zur Torwache. 13.Jh., angelehnt an die Stadtmauer. Beim seitlichen Treppendach Reste des mittelalterlichen Wehrganges. Restauriert 1973. Die beiden Kanonen stammen aus der Zeit der Helvetik (1798 bis 1803).

16. Stadthaus. Erbaut 1730 vom Leinwandkaufmann Michael von Eberz aus Memmingen. Späterer Besitzer De Albertis. Im 19.Jh. Textil verarbeitende Betriebe. Restauriert 1940 mit Einbau der Arkaden. Seither Arboner Stadthaus.

17. Rathaus. Wachtturm 13.Jh. Oberbau und Mansardendach 1791. Seit 1407 Freisitz der Stadt. Von zirka 1750 bis 1941 städtisches Rathaus, seit 1803 auch Bezirksgericht. Nach dem Brandfall von 1994 denkmalgerechte Restaurierung.

18. Untertorgasse. Im 18.Jh. erbaute Häuserreihe auf der Stadtmauer. Bilder auf der Hofseite zeigen alte Arboner Berufe.

19. Posthof. 1905/06. Grosstädtische Quartierbaute aus der Zeit der Industrialisierung. Mit ehemals zwei Banken, Postbüro und Telefonzentrale erstes Dienstleistungszentrum der Stadt. Restauriert 1997/96.

Text: Hans Geisser, 2010

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9320 Arbon
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